Nie wieder arm
Es ist Sonntag, der 1. Juni 2025. In den Medien wurde über den Brünner Todesmarsch vor 80 Jahren berichtet und im öffentlichen Fernsehen kamen noch lebende Zeitzeugen zu Wort. Dieser Todesmarsch war dem NS-Regime geschuldet, aber auch der Hassrede, die Edvard Benesch am 13. Mai 1945 in Brünn auf dem Rathausbalkon gehalten hatte. Diese Rede war der Auftakt eines großen Dramas, der kollektiven Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Der von Benesch entfachte Hass richtete sich auch gegen Unschuldige. Deutsche wurden als Untermenschen gebrandmarkt. Sie waren vogelfrei und konnten nach Belieben verletzt, beraubt und vergewaltigt werden. Diese schlimmen Zustände zeigen auf, was gezielt geschürter Hass anrichten kann. Es wurde auch von ethnischer Säuberung gesprochen.
