Wie ich bereits in einem meiner vorherigen Blogs ausgeführt habe, besuche ich häufig während einer Meditation mein Unterbewusstsein. Dort habe ich eine Art inneres Labor eingerichtet, in welchem ich seit vielen Jahren immer wieder Lösungen für Probleme gefunden und auch Glück und Entspannung erfahren habe. In diesem inneren Labor bearbeite ich mein bisheriges Leben, um daraus Antworten für die Gegenwart zu finden. Diesen Austausch mit meinem Unterbewusstsein praktizierte ich in früheren Jahren nahezu täglich. Inzwischen besuche ich mein Labor nur noch zwei bis dreimal pro Woche, nur in Zeiten des Glücks oder auch der Traurigkeit suche ich mein Labor täglich auf.

Im Dezember 1953 war es endlich soweit. Meine Familie bekam den Bescheid, dass wir nach Pforzheim umziehen konnten. Ich war froh, endlich aus Rohrbach herauszukommen. Wir waren hier ja sowieso nicht willkommen und schon gar nicht beliebt. Mit meinen inzwischen neun Jahren hatte ich bis dahin nur das dörfliche Leben in Rohrbach kennen gelernt, das ich im Grunde nur verlassen habe, wenn ich ins Krankenhaus nach Sinsheim musste oder wenn wir sonntags zu Fuß zum katholischen Gottesdienst ins benachbarte Steinsfurt gelaufen sind. Man kann sich vorstellen, dass ich diesen Fußmarsch nur widerwillig zurücklegte.