Hilfreiche Signale aus dem Unterbewusstsein.
Während meiner regelmäßigen Meditationen suche ich immer wieder mein inneres Labor auf, steige also sehr tief in mein Unterbewusstsein ein. Dieses innere Labor ist mein Paradies, es ist mein Platz für Experimente und beinhaltet eine riesige Bibliothek. Nur ich selbst habe Zutritt und kann dort Kontakt aufnehmen, mit wem auch immer ich möchte. Alle Themen, die ich aufgrund meiner Lebenserfahrungen niedergeschrieben habe oder niederschreiben werde, entstehen hauptsächlich in diesem inneren Labor. Und oft bekomme ich von dort auch Erläuterungen und Ergänzungen zu meinen Themen. Auch erhalte ich viele Hinweise auf weitere Themen, die ich noch bearbeiten werde und soll. Diese Ratschläge, beziehungsweise Hinweise erreichen mich auf unterschiedliche Weise. Manchmal stehen verschiedene Begriffe auf einem Flipchart, ein anderes Mal finde ich die Themen in einer Unterschriftsmappe, die auf meinem imaginären Schreibtisch liegt oder ich blättere in alten Büchern aus der Bibliothek und finde dort plötzlich Hinweise auf bestimmte Themen, die mich bewegen oder bewegt haben. Auch finde ich oft aufgeschlagene Bücher in meiner inneren Bibliothek, auf deren Seiten Hinweise zu ganz aktuellen Themen geschrieben sind, die mein derzeitiges Leben gerade berühren. Und jedes Mal bekomme ich den Eindruck, dass ich zu bestimmten Themen regelrecht hingeführt werde. Es könnte natürlich auch mein innerer Helfer, der Tod, der Herr Gevatter, wie ich ihn nenne, sein, der mir auf diese Weise zu verstehen gibt, was ich noch alles niederschreiben soll.
So fand ich beispielsweise den Hinweis, dass ich über meine Erfahrungen während meiner vierjährigen Militärzeit bei der Luftwaffe berichten solle, weil sich gerade heute viele junge Menschen gegen den Dienst bei der Bundeswehr aussprechen. Dass ich mich während meiner 50-jährigen beruflichen Planungstätigkeit immer sehr stark für Klimaanlagen nicht nur im Aufbahrungsraum der Alten- und Pflegeheime eingesetzt habe, sondern dafür, dass auch die noch lebenden Heimbewohner Gelegenheit hätten, sich in einem gekühlten Bereich aufhalten zu können, wäre auch ein Thema. Meine Bemühungen waren allerdings erfolglos, sie wurden stets aus Kostengründen abgelehnt. An diese Versäumnisse möchte ich bei den heutigen Hitzephasen und dem damit einhergehenden Anstieg der Hitzetoten gar nicht denken.
Mein innerer Helfer, der Herr Gevatter, hat mir schon mehrfach ein Zeichen gegeben in Form des Ortsnamens Althengstett. Ich muss dieses Thema bald anpacken und beschreiben. Denn zu der Zeit, als sich die Partei der Grünen in Deutschland am 13. Januar 1980 in Karlsruhe beim Bundesparteitag gründete und etablierte, hatte ich bereits im Alter von 36 Jahren und einer achtjährigen selbstständigen Planungstätigkeit, zusammen mit einem sehr mutigen Bürgermeister, Herrn Schanz, eine alternative Heizungsanlage für das Schulzentrum in Althengstett in der Planung. Ich kann mir und meinem damaligen Kollegen selbstbewusst auf die Schultern klopfen, denn unter der Devise: weg vom Öl,hatten wir schon damals verantwortungsbewusst einen neuen Weg zur alternativen Beheizung von großen Gebäuden realisiert. Ich verweise gerne in diesem Zusammenhang auf einen Presseartikel der Pforzheimer Zeitung vom 20. Oktober 1984, in dem unter der Überschrift: „Einmalig in Europa“ diese damals vollkommen neue Art der Beheizung für ein Schulzentrum mit ca.2000 Schülern,nur mit Energie aus der Umwelt,lobend vorgestellt wurde.
Weiter erinnert mich mein Unterbewusstsein immer wieder daran, der Frage nachzugehen, warum bei der Erziehung und in den Schulen die jungen Menschen nicht besser auf die Bedürfnisse des anderen Geschlechts vorbereitet werden. Damit könnte doch das Verständnis füreinander erheblich erweitert und der Umgang miteinander entspannter werden.
Oder: Warum gibt es viele Frauenhäuser und kaum oder keine Häuser für Männer?
Oder: Warum gibt es so viele Trennungen und Scheidungen? Ein Mönch aus dem Kloster Eichstätt, der viele diesbezügliche Beratungen durchgeführt hat, vertritt die These: Die Anzahl der steigenden Trennungen und Scheidungen rühre daher, dass es meistens keine gelingende Kommunikation mehr gebe, sondern hauptsächlich nur Schuldzuweisungen. Mein innerer Helfer erinnert mich auch oft daran, dass ich meine Erfahrungen aus einer 55-jährigen Ehe zu Papier bringen sollte, um anderen Menschen aufzuzeigen,unter welchen Umständen,Bedingungen und möglichen Schwierigkeiten wir,meine Frau und ich,diese 55 Jahre Ehepartnerschaft gemeinsam geschultert haben. Diese Erfahrung könnte für viele Menschen ein Vorbild sein.
Bei jedem Besuch in meinem inneren Labor bekomme ich weitere Hilfen und Themen aufgezeigt, die ich in den nächsten Zeiten bearbeiten werde. Es sind einfach Signale aus meinem Unterbewusstsein,die ich nicht verhindern kann. So habe ich Hinweise auf folgende Themen erkannt: Woher kommt meine Großzügigkeit gegenüber anderen Menschen? Was will ich damit erreichen? Was ist mein Antrieb?
Oder: Worin ist die Übernahme von Verantwortung für sich selbst, für die eigene Gesundheit sowie für die Familie und andere Menschen begründet?
Wie gehen die Menschen mit der zur Verfügung gestellten Zeit um?
Das Thema 80 Jahre Kriegsende taucht immer wieder auf mit den Begriffen Nachkriegskinder und die geprügelte Generation. Ich könnte auch eine Ode an Brötzingen schreiben, meine Erinnerungen an die zweite Heimat.
Die Themen Wahrheit, Glück, Lachen, Humor, Lebensgewohnheiten und Treue, auch sich selbst gegenüber, begleiten mich nahezu ständig in meinem Unterbewusstsein.
Weitere Themen sind meine seelische Entwicklung, meine Erfahrungen als Pilot und wie ich auch kritische Situationen beim Fliegen überstanden habe. Das Wort Freundschaft ist immer präsent, ebenso wie meine Erfahrungen als jahrzehntelanges Mitglied einer demokratischen Partei. Hier kann ich immer wieder betonen, dass es, sobald es um Macht und Positionen geht, quer durch alle Parteien stets die selben Ränkespiele und Gepflogenheiten stattfinden.
Viel Raum nehmen meine Erinnerungen ein,insbesondere die Erlebnisse und Begegnungen bei Schlaraffia.
Meine Erfahrungen als Börsianer sind sehr gefragt,sowie alles rund um die Nachfolgeregelung beim Verkauf einer Firma.
Ich sollte über meine Zeit als Ministrant in der katholischen Kirche berichten. Auch über die vielen gemeinsamen Urlaube mit meiner Frau zur Stabilisierung unserer Kräfte und unserer Seele gäbe es einiges zu erzählen. Insbesondere über Südtirol, denn Südtirol ist durch seine Schönheit eine Falte in Gottes Hand.
Bei meiner letzten Meditation gab mir mein innerer Helfer, der Tod, also mein Gevatter auf seine hilfreiche Art die Aufgabe mit, über das „Alter“ also das richtige Alt-sein, zu schreiben. Und dass viele Menschen das Wort „nein“ aus ihrem Wortschatz streichen sollten, denn es würde das Leben behindern. Weiterhin sollte ich das Thema Zeit genauer betrachten. Denn die zur Verfügung stehende Zeit wird oft vergeudet und sinnlos verbracht. Es gibt zu viele Zeitdiebe.
Es hat mich sehr überrascht, als ich in einem alten Buch, das aufgeschlagen in der Bibliothek lag, die Sätze las: „Gehe mit Ehrfurcht, Achtung und Verantwortung mit der Zeit um, die dir geschenkt wurde. Stehle auch anderen Menschen nicht ihre Zeit. Sei kein Zeitdieb.“
Früher, als Jugendlicher, habe ich viel Zeit vergeudet. Heute rinnt mir die Zeit davon. Vergeudete Zeit ist unwiederbringlich verloren. Heute weiß ich, dass die Zeit umso kostbarer wird,je weniger davon übrig bleibt. Ich habe noch so viel zu tun und darum habe ich mir fest vorgenommen, den Rat aus meinem inneren Labor zu beherzigen und meine Zeit so sinnvoll wie nur möglich zu nutzen.
